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Outdoor – Ofen selbst gemacht

Meine Lieben!

Outdoor und Kochen – das sind 2 ganz ganz große Lieblingsthemen von mir.

Die Kombination – outdoor kochen – ist ein großes Hobby von mir, habe viele Bücher darüber. Diesmal setzen wir noch eines drauf, Outdoor kochen mit Upcycling! 😉

Ich denke immer wieder darüber nach, was ich mir noch praktisches (oder leiwandes!) bauen könnte, und habe unlängst begonnen, einen Outdoor – Ofen zu bauen. Den habe ich gestern nachmittag fertig gestellt, hier der Bericht dazu:

Mein Hobo – Ofen!

Wie wurde er gemacht, was hat es gekostet, wie lange hat es gedauert, ihn zu bauen?

Das beantworte ich Euch in den kommenden Zeilen:

Was benötigen wir fürMaterial:

  • 60 Liter Ölfass
  • altes Rauchrohr mit Knie
  • alte hölzerne Kabeltrommel
  • 2 Eisenwinkel
  • Bohrschrauben
  • Scharnier
  • Kessel

Das Fass muss oben innerhalb des Randes ausgeflext werden. Die scharfe Kante, die entsteht, muss man dann ebenfalls glatt flexen. Dort wird dann der Kessel hinein gesetzt. Den Ausschnitt bitte aufheben.

Etwa mittig wird vorne ein kleines Türl reingeflext – Ausschnitt davon bitte unbedingt ebenfalls aufheben!

Der Ausschnitt vom Türl wird mit Scharnier und Bohrschrauben wieder am Ofen angeschraubt.

Aus den Blechwinkeln bauen wir uns den Verschluss: dazu wird ein Winkel gerade geklopft, der andere bekommt einen zweiten Knick. Diese beiden Winkel dann ebenfalls mit den Bohrschrauben am Fass und am Türl befestigen, noch eine kleine Schraube als Griff, und fertig!

Genau gegenüber vom Türl auf der Rückseite, im oberen Drittel, wird nun ein Loch in der Größe des Ofenrohres ausgeflext.

Das Ofenrohr – Knie wird mehrmals bis zur Verdickung eingeflext und dann in das Loch im Fass gesteckt. Die entstandenen Laschen werden dann mit einem Gummihammer umgeschlagen.

In das oben ausgeschnittene Blech habe ich den Rand entlang und in der Mitte einige Löcher gebohrt und Schrauben hinein geschraubt, ca. 6 cm lang, als Distanzhalter, und habe es auf den Boden des Fasses gestellt. Sorry, davon gibt es kein Foto, das ist gerade zu heiß! 😉

Ist wie ein doppelter Boden, ich dachte, dass dadurch das Feuer besser belüftet wird.

Die Kabeltrommel wird zerlegt, wir brauchen nur die 3 Gewindestangen, die sie zusammen halten. Manche Trommeln haben mehr Stangen, wir brauchen aber nur 3.

Diese werden – mit großen Beilagscheiben – als Haxn in den Boden geschraubt. Damit der Ofen nicht einsinkt, habe ich unten auch noch 3 gewölbte Scheiben, die ich von der Kabeltrommel hatte, festgeschraubt.

Warum nur 3 Haxn? Ein Dreibein steht immer und wackelt nicht! 😉

Am unteren Rand des Fasses müsst ihr noch Belüftungs – Löcher bohren, bis der Ofen schön zieht. Spart nicht, ich habe immer wieder eine neue Reihe gebohrt, bis es gepasst hat.

Habt ihr zu wenig Löcher im Ofen, qualmt es zu stark. Der Ofen sollte aber gar nicht qualmen! Tut er es doch, müsst ihr mit der Länge des Ofenrohres und der Belüftung ein wenig experimentieren.

Mahlzeit! 😉

Materialkosten:

Vielleicht 5,– Euro, ich hatte alles zu Hause.

Der Kessel ist das Einzige, was ein wenig teurer wäre, aber ich weiss nicht mehr, was ich damals dafür ausgegeben habe. Er gehört zu einem Dreibein, mit dem wir bei unserer Offroad-Reise durch die Ukraine immer gekocht haben.

Er fasst 10 Liter und ist vom Durchmesser ziemlich genau so groß wie das Fass.

Fertig war ich nach ca. 2 Stunden, habe jedoch während des Kochens noch ein paar Verbesserungen bei der Luftzufuhr vorgenommen, also mehr Löcher gebohrt.

Ich wünsche Euch gutes Gelingen!

Liebe Grüße Uli

 

PS: wenn ihr Fragen oder Anregungen habt, könnt ihr mir gerne mailen oder einen Kommentar hinterlassen!

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